Social Media Redaktionsplanung im Team

Insbesondere auf Facebook ist es ohne Planung sehr schwierig, aus der Masse der auf der Plattform verbreiteten Aktivitäten herauszustechen und einen relevanten Anteil der eigenen Zielgruppe zu erreichen.

In der Regel findet die Redaktionsplanung dabei mithilfe eines Social-Media-Redaktionsplans in Excel statt. Wie in der der Zusammenstellung von Social-Media-Redaktionsplänen von Ronald Raßmann in seinen Artikel festgestellt, ist dies für Teams, insbesondere verteilte Teams, nur bedingt tragbar.

Solche Teams gibt es immer häufiger im Social-Media-Management: Externe Experten beraten interne Teams, Agenturen betreuen Profile und benötigen eine Abnahme, Redakteure sollen Beiträge schreiben aber nicht direkt veröffentlichen oder interne Stakeholder bringen ihre Ideen mit ein.

Deshalb haben wir mit some.io ein Social-Media-Redaktionssystem für Teams entwickelt. Statt Excel-Sheets werden die Beiträge in einer Timeline, wie bei Facebook und Twitter, verfasst und zeitversetzt direkt veröffentlicht.

Die Teams lassen sich beliebig zusammenstellen. Es ist zum Beispiel möglich beliebig vielen Ideengebern aus dem Unternehmen Zugriff zu geben während nur ein oder zwei Social-Media-Managern die Beiträge einsortieren und veröffentlichen. Besonders interessant für gleichberechtigte Teams ist aus meiner Sicht dabei das 4-Augen-Prinzip, welches neben der normalen Rechtevergabe möglich ist. Hier gibt es keine Hierarchien, aber jeder Beitrag wird von einer anderen Person noch einmal gegengelesen und freigeschaltet.

some.io stellt Teams in Zentrum des Social-Media-Management und will damit die Betreuung der sozialen Medien tiefer ins Unternehmen hinein tragen. Social Media kann nur dann authentisch sein, wenn nicht nur ein einzelner Social-Media-Manager am Unternehmen vorbei twittert und postet, sondern alle Stakeholder mit einbezogen werden.

Über den Autor:
Jona Hölderle berät seit vielen Jahren gemeinnützige Organisationen in der strategischen Ausrichtung ihrer Online-Kommunikation. Gemeinsam mit einem Kollegen hat er some.io gegründet um Teams die Arbeit in sozialen Medien zu erleichtern. some.io http://some.io/de/ kann 14 Tage kostenlos getestet werden ohne Zahlungsdaten zu hinterlegen.

Erfolgsmessung für Social Media

Social Media-Aktivitäten stärken im Idealfall die Kundenloyalität und verbessern die Platzierungen bei den Suchmaschinen. Sie können die Kauflust anregen und das Image aufpolieren. Außerdem geben Social Media Kampagnen die Möglichkeit, vom Kunden zu lernen und Betriebsabläufe zu verbessern. Doch was kostet die Kampagne und was kommt wieder zurück?

Umsätze steigern mit Social Media Strategien

Social Media Aktivitäten können Umsätze und den Bekanntheitsgrad eines Unternehmens deutlich steigern. Ganz gleich, ob Facebook, Twitter, YouTube oder ein Blog – überall kann ein Unternehmer mit Kunden und Interessenten in Kontakt treten und mehr über die Kundenbedürfnisse lernen. Das hat vorteilhafte Auswirkungen für die Vermarktung.

Laut einer Studie von BITKOM, dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V., nutzen 72 % der 723 befragten Firmen Social Media fürs Marketing, 60 % für die Öffentlichkeitsarbeit.
Damit Social Media Budgets bewilligt werden, erwarten Vorstände und Geschäftsführer positive Erfolgs- und Umsatzmeldungen. Der ROI, Return on Investment, kann darstellen, ob Budgets sinnvoll verwendet werden und wie sie besser eingesetzt werden können.

Erfolgsmessungen anhand von Klicks und Conversion Tracking

Das Besucherverhalten lässt sich mit den Werkzeugen von Facebook und YouTube bereits grob analysieren. Jeder Klick markiert das Interesse von Usern. Traffic steigert die Chancen auf Umsatz und außerdem die Platzierungen bei den Suchmaschinen. Auch der Austausch mit Usern wird von Google positiv bewertet. Erfolgt anschließend die Bestellung oder die Anfrage von Informationen, ist eine Conversion realisiert. Werden diese Kennzahlen mit denen herkömmlicher Werbekampagnen verglichen, lassen sich anhand von Kosten und Umsätzen, Erfolgsmessungen durchführen.

Vergleichsmessungen eignen sich auch sehr gut für Umsätze vor und nach den jeweiligen Social Media Kampagnen. Hier sind jedoch auch die äußeren Einflüsse wie beispielsweise allgemeine Konsumlaune, Jahreszeiten, traditionell gute Verkaufsmonate und Produktinnovationen einzubeziehen.

Klassisches ROI-Modell nicht auf die Social Media übertragbar

Nach Angaben der BVDW-Fachgruppe Social Media gibt es den allgemein gültigen Social Media ROI nicht. Doch die individuelle Erfolgsmessung ist vonnöten, um effektiv zu sein. Das User-Engagement ist dabei ein wichtiges Kriterium. Doch ist die grobe Messung des Traffics, also der Besucheranzahl, die Anzahl von Fans auf Facebook oder der Follower auf Twitter nicht ausreichend, um eine effektive Social Media Strategie zu bestimmen.

Mehrdimensionalität der Social Web Kommunikation
Das ROI-Modell aus dem klassischen Marketing ist nicht auf die Social Media Aktivitäten 1:1 übertragbar. Denn soziale Netzwerke sind lebendig. Das Userverhalten beeinflusst beispielsweise auch das Firmenimage und die Loyalität zum Unternehmen und damit die Wertschöpfung. Die Kontakte mit Kunden und Interessenten sind vielfältig und nicht so überschaubar wie bei Print-Anzeigen und Werbespots.

Die Online- und die Offline-Welt verschmelzen immer mehr miteinander. Die sogenannten Touch Points, an denen ein Kunde mit einem Produkt in Kontakt kommt, sind dank der mobilen Endgeräte vielfältig. War der Kunde eben noch im Laden, hat er das neue Produkt schon online entdeckt und weiterempfohlen. Die direkte Zuordnung der Kampagnen-Erfolge ist damit sehr schwer machbar. Klar, dass hier der „last Cookie“ zur Umsatzmessung nicht allein für den Erfolg gelten sollte.

Keywords und Keyphrases professionell einsetzen
Grundlage für die Online-Messung ist der professionelle Einsatz der Keywords und Key Phrases. Sowohl in den Titeln als auch in den Seitenbeschreibungen und den URLs sollten sie enthalten sein, um klare Signale an die User zu geben. Je mehr diese Keywords und Key Phrases den Nerv der Zielgruppen treffen, desto höhere Klickraten sind zu erwarten.

KPIs festlegen und Ziele erreichen
Der „Key Performance Indicator“ oder die Leistungskennzahl stammt aus der Betriebswirtschaftslehre. Die Ziele einer Kampagne sind bestimmend. Wer seine Ziele kennt, kann diese auch verfolgen und erreichen. Geht es um beispielsweise mehr die Neukundengewinnung oder steht die Umsatzsteigerung im Vordergrund?

Social Media ROI Tracking Tools

Unternehmer messen ihren ROI, den Return on Investment, bezüglich ihrer Marketingkampagnen, auch Social Media Kampagnen, bereits. Wer sich damit noch schwer tut, sollte wissen: Auch für die Social Media gibt es Monitoring Tools wie den Gridmaster. Der Ethority Social Media ROI Calculator ist genauso nutzbar wie das Werkzeug Google Analytics. Hiermit lässt sich der Social Media Verkehr in den einzelnen Netzwerken messen.

Über den Autor: Christian Arno ist der Gründer von Lingo24, einer Übersetzungsagentur, die sich auf Website-Lokalisierung spezialisiert. Folge Lingo24 auf @l24 [//twitter.com/l24de]